|  | "Die Errichtung der ersten Burg erfolgt im 12. Jahrhundert, zur Zeit des "Investiturstreites" zwischen Kaiser und Papsttum. Die Burg wurde von den Hohenstaufen, Herzöge von Schwaben, erbaut, die sie als Lehen an die Herren von Fleckenstein übergaben. Ihre Aufgabe war es, das Sauertal zu überwachen, sowie den nahen Hagenauer Forst. Während des "Grossen Interregnums" (1250-1273) fehlte jede kaiserliche Autorität. | Wie viele Adligen jener Zeit erkannten auch die Fleckensteiner keinen Herrn über ihnen. Rudolf von Habsburg stellte die Ordnung im Kaiserreich wieder her. Um den seit einem Jahr auf der Burg gefangen gehaltenen Bischof von Speyer zu befreien, belagerte der Kaiser höchstpersönlich die Burg im Jahre 1276. Daraufhin wurde letztere zu einem Reichslehen. Der Stamm der Fleckensteiner war zuvor schon in drei Linien zerfallen, die die Burg in ungeteiltem Besitz besaßen ; dazu gehörten 6 Ämter mit 35 Dörfern. Da die Verteidigung der Burg laufend den Entwicklungen der Kriegskunst angepasst wurde, überstand sie schadlos die folgenden vier Jahrhunderte. Im Dreissig Jährigen Krieg (1618-1648) diente sie öfters der Bevölkerung der umliegenden Dörfer als Zufluchtsort. Im Jahre 1689 erfolgt die Zerstörung der Burg durch die Truppen Ludwigs XIV. Als im Jahr 1720 der letzte Ritter von Fleckenstein, Baron Henri Jacques starb, wurde der Prinz von Rohan durch Louis XV mit den Lehen betraut. In der französischen Revolution als "Nationalgut" verkauft, kam die Burgruine in privaten Besitz. Seit 1958 hat das "Syndicat d'Initiative de Lembach et Environs" die Verwaltung und den Unterhalt übernommen. 1998 wurde der Fleckenstein Eigentum der Gemeinde Lembach. | | |